aristo blog

nachrichten die man nicht überall findet

Darknet – Das verborgene Internet Teil III

| 2 Kommentare

Vor einigen Tagen ging eine Meldung durch die Medien, das FBI hätte die berühmte „Silk Road“, mutmaßlicher Umschlagplatz für Drogen im Darknet geschlossen und den Betreiber verhaftet. Ist das Tor-Netzwerk unsicher geworden? Keineswegs.

Im ersten und zweiten Teil über das Darknet wurde beschrieben was das Darknet ist, wozu man es verwenden kann und wie man sicher hinein kommt. In diesem Beitrag geht es darum, wie man sich sicher im Darknet bewegt und nochmals den Hinweis sich von unseriösen und illegalen Angeboten fernzuhalten.

Wie hat nun das FBI den Betreiber der Silk Road geschnappt?

Ganz genau lässt sich das noch nicht sagen. Das sich FBI-Agenten als Kunden und/oder Verkäufer ausgeben und damit versuchen Hinweise auf den Urheber zu erhalten, ist ein alter Hut. Bezahlt wird im Darknet in der Regel mit Bitcoins, bei entsprechender Sicherung ist der Zahlungsverkehr nicht verfolgbar.

Bei Heise konnte man es so lesen:

Laut dem FBI-Dokument haben Ermittler seit November 2011 undercover über 100 Testkäufe bei Silk Road gemacht. Das FBI erhielt Rauschgift-Sendungen aus über zehn Ländern und unterzog die Proben einer Laboranalyse. Dabei zeigte sich, dass die Drogen tatsächlich dem auf der Untergrund-Plattform beworbenen Reinheitsgrad entsprachen.

Als Zahlungsmittel waren auf dem illegalen Marktplatz ausschließlich Bitcoins zugelassen. Das digitale Geld wurde nicht direkt überwiesen, sondern über den Treuhanddienst des Betreibers. Über die hierfür genutzten Bitcoin-Wallets stellten die Ermittler umgerechnet etwa 2,5 Millionen US-Dollar sicher. Laut dem FBI wurden über Silk Road über 1,2 Millionen Transaktionen abgeschlossen, wobei ein Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar generiert wurde. Der Betreiber soll eine Provision in Höhe von rund 80 Millionen US-Dollar kassiert haben.

Ausgangspunkt für die erfolgreiche Ermittlung des Betreibers war offenbar ein Posting in einem Forum über Rauschmittel, in dem der Verhaftete auf seinen Markplatz kurz nach der Eröffnung aufmerksam machte. Von dort aus verfolgte das FBI die digitale Fährte weiter zu einem Bitcoin-Forum, in dem der Verdächtige eine Gmail-Adresse angab, die seinen tatsächlichen Namen enthält.

 

Kompletter Artikel auf heise.de

Wir distanzieren uns von allen illegalen Angeboten im Darknet und begrüßen die Abschaltung der Silk Road. Dennoch bleibt die Frage, wie ein Betreiber so dämlich sein kann und mit einer Gmail-Adresse arbeitet, die seinen Klarnamen enthält. Oder war es ein geschickt getarnter Verrat? Spielge-Online machte daraus ein Räuberpistole.

Silk Road: So jagte das FBI den Online-Drogenboss

Wie man sich sicher im Darknet bewegt

Was für das Internet gilt, gilt im besonderen Maße für das Darknet. Es wimmelt von Viren, Trojanern und Malware aller Art. Deswegen sollte nicht nur Antivirensoftware im Hintergrund aktiv sein, sondern auch Antimalwaresoftware. Verabschieden sollte man sich auf von dem Gedanken, man könne „preiswert“ an Bezahlsoftware kommen. Man holt sich nur enormen Ärger in Form von Viren und anderer Schads0ftware auf den Rechner, abgesehen davon ist es eine Straftat. Gleiches gilt für Freeware, nicht nur im Darknet, sondern auch im Internet. Freeware immer, wenn möglich, von der Webseite des Herstellers laden. Im anderen Fall die heruntergeladene Datei vor Installation mit einem Antiviren- und Antimalwareprogramm prüfen.

Datenschutz

Niemals persönliche Daten wie Telefonnummer, Handynummer, Mailadresse oder sonstige persönliche Daten bekannt geben. Identitätsdiebstahl ist keine Verschwörungstheorie.

Wozu überhaupt ins Darknet?

Das muss jeder für sich entscheiden. Wir haben deswegen darauf hingewiesen, da wer mit dem Tor-Netzwerk anonym im Internet surft, früher oder später das Darknet entdeckt.

Für das Darknet gibt es auch eine „Suchmaschine“: Deepsearch

Wer es nicht so „dunkel“ mag, sollte sich das Freenetprojekt ansehen, über das wir in einem eigenen Beitrag in den nächsten Tagen berichten werden.

Freenet ist freie Software, die es Ihnen ermöglicht, anonym zu surfen, und Freeseiten und Dateien zu veröffentlichen und sich zu unterhalten, ohne Zensur fürchten zu müssen. Es ist dezentral organisiert, um es resistenter gegen Angriffe zu machen, und im „Darknet“-Modus sehr schwer zu entdecken, da sich Nutzer dann nur mit ihren Freunden verbinden.

Freenetproject


2 Kommentare

  1. Hey Micha, gute Arbeit. Ruf mal an. Bin grad in Internetcafe in Koblenz. Habe auch neues in meinen Blog eingestellt.

  2. Hallo Micha,

    schliesse mich Marks Worten an: Gute Arbeit über ein interessamtes Thema. Keep on rockin!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.