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Emails sicher schnell und einfach verschlüsseln

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Seit dem NSA-Skandal wird verschlüsselt was das Zeug hält. Doch nicht jeder kann oder möchte sich mit diversen Tools zur Verschlüsselung von Emails beschäftigen. Edward Snowden hat den Dienst von Lavabit genutzt. Dieser ist aber leider nicht mehr verfügbar. Wir stellen zwei kostenfreie Alternativen vor.

Lavabit-Gründer Ladar Levision hat seinen Service eingestellt. Auf der Webseite von lavabit.com erscheint nur noch eine Erklärung für die Abschaltung und diese Bitte:

Defending the constitution is expensive! Help us by donating to the Lavabit Legal Defense Fund here.

Die Verfassung zu verteidigen ist teuer! Hilf uns mit einer Spende an den Lavabit Legal Defense Fund.

Levision will die Gerichte bemühen, dazu braucht er Anwälte und die kosten. Wer Spenden möchte, kann das hier tun. Wer sich für die Geschichte von Lavabit interessiert: Warum Lavabit schließen musste

Emails schnell verschlüsseln

Hier nun zwei kostenfreie Alternativen zu Lavabit. Es gibt zahlreiche kostenpflichtige Anbieter, diese sind jedoch nur für Unternehmen interessant und verzeichnen seit Snowden stark erhöhtes Interesse. Für den Gelegenheitsverschlüssler ist der Service von lockbin.com zu empfehlen. Eine Registrierung ist nicht notwendig, man kann gleich loslegen. Das Eingabefenster mit Editor sieht so aus:

Lockbin

Nach Eingabe der eigenen Mailadresse und der des Empfängers muss man ein Passwort vergeben. Dieses Passwort benötigt der Empfänger, um die verschlüsselte Mail zu entschlüsseln. Dieses Passwort logischerweise nicht per Mail dem Empfänger bekannt geben, sondern per SMS, Telefon oder Chat. Verschlüsselt wird mit dem AES-256-Bit Algorhitmus, das ist der Algorhitmus den (bislang) die NSA zur Verschlüsselung ihrer Dokumente verwendet.

Dies ist die einfachste Möglichkeit Emails zu verschlüsseln, da der Empfänger nichts installieren muss. Man kann sich bei lockbin aber auch ein Konto anlegen. Es gibt einen Freeaccount und zwei Bezahloptionen, hier im Überblick.

Beim zweiten Dienst ist für Absender und Empfänger eine Anmeldung notwendig. Deswegen kann auf eine Übermittlung eines Passwords an den Empfänger verzichtet werden. Wer also nicht nur gelegentlich Mails verschlüsseln will, aber sich dennoch nicht mit Verschlüsselungstools beschäftigen kann oder möchte, dem wäre mit dem Service von sendinc.com geholfen.

Die Eingabemaske sieht so aus:

Sendinc

Auch hier gibt es neben dem Freeaccount zwei Bezahloptionen für mehr Leistung. Beide Lösungen sind alleine schon deswegen interessant, weil sie von jedem PC mit Internetzugang benutzt werden können und nicht auf die auf dem heimischen PC installierten Verschlüsselungsprogramme angewiesen ist.

Und wer wissen möchte, wie er verschlüsselt im Internet surfen kann, sei dieser Artikel empfohlen: Das verborgene Internet Teil II

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2 Kommentare

  1. DEUTERS: „NSA verzweifelt!“
    Spionageprogramme scheitern beim Lesen nicht verschlüsselter mails.

    😀

  2. Pingback: Datensicherheit: Lokal und im Netz › aristo blog

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