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Ist Jesus das Produkt einer Verschwörung?

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Es geht um Forschung, Bibelforschung. Der Bibelforscher Joseph Atwill möchte am 19. Oktober in der Conway Hall in London seine These, Jesus sei das Produkt einer Verschwörung, mit neuen Beweisen untermauern.

Ein Spinner? Keineswegs. Er hat ein Buch geschrieben. Einen Bestseller mit dem Titel, „CAESAR’S MESSIAH: THE ROMAN CONSPIRACY TO INVENT JESUS“ (Cäsar´s Messias: Die römische Verschwörung, um Jesus zu erfinden) erschien 2005 in den USA und war wochenlang in der Bestsellerliste present und wurde kontrovers diskutiert. 2008 erschien das Buch in Deutschland mit dem etwas abgeschwächten Titel, „Das Messias-Rätsel: Die Geheimsache Jesus“.

Jesus eine Erfindung?

Worum geht es dem Autor in seinem Buch? Dazu ein Zitat der Kurzbeschreibung des Verlags.

Der Autor weist nach, dass Jesus und die ersten Evangelien eine Propaganda-Lüge des Römischen Kaiserhauses sind, mit der die aufständischen Juden befriedet werden sollten.  Im Mittelpunkt dieses Komplotts steht der jüdische Historiker Flavius Josephus, der geheime Autor der Jesus-Propaganda.  Mit einer historischen Untersuchung ausführlicher Textvergleiche des 1. Jahrhunderts nach Christi zeigt Joseph Atwill: – Das Christentum ist nicht in der judäischen Unterschicht entstanden, sondern wurde von der römischen Kaiserfamilie der Flavier geschaffen. – Die Evangelien wurden nicht von den Anhängern eines jüdischen Messias geschrieben, sondern von Intellektuellen, die im Umkreis der drei flavischen Kaiser, Vespasians und seiner zwei Söhne Titus und Domitian, lebten. – Die Evangelien wurden erst nach dem römisch-judäischen Krieg geschrieben, der von 66-73 andauerte, und viele der Ereignisse aus dem Leben Jesu sind Anspielungen auf Ereignisse aus diesem Krieg.Das Christentum als Resultat einer Verschwörung des römischen Kaiserhauses der Flavier ist eine historische Spekulation, die an Brisanz und Schlüssigkeit alles übertrifft, was Bagent/ Leigh (‚Der Heilige Gral und seine Erben‘) und Dan Brown an Thesen vorgestellt haben.

Quelle: Allegria Verlag

Während Dan Brown in seinen Romanen Fakten mit einer fiktiven Geschichte verbindet, fügt Atwill belegte Puzzleteile zusammen. Nun will Atwill am 19. Oktober neue Teile präsentieren. Nach uns vorliegenden Informationen ist die Veranstaltung in der Conway Hall ausverkauft.

Aus bekannten Gründen verlinken wir nicht zu Amazon. Das Buch kann man auch bei Libri bestellen.

Atwill wird nicht der einzige Vortragende sein. KENNETH HUMPHREYS, Autor des Buches „Jesus Never Existed“, welches bisher nicht ins deutsche übersetzt wurde, wird einen Vortrag halten.

Mehr zu der Veranstaltung am 19. Oktober auf dieser Webseite:

Covert Messiah

Hier ein Auszug aus einem Interview des Focus mit Atwill:

Jesus-Forscher Joseph Atwill behauptet, dass Jesus und die ersten Evangelien eine Propagandalüge waren.
FOCUS: Herr Atwill, Ihr Jesus-Buch hat in den USA riesiges Aufsehen erregt, es gab Tumulte bei Lesungen, Sie wurden bedroht. Warum?

Joseph Atwill: Meine Erklärung der Evangelien ist wohl die größte Herausforderung, der sich das Christentum je zu stellen hatte. Die Leser hatten sich an eine bestimmte Interpretation der Bibel gewöhnt und scheuen die Kritik.

FOCUS: Ihre Behauptung, in der römischen Kaiserdynastie der Flavier habe man sich die Evangelien ausgedacht, scheint eher abwegig.

Atwill: Jeder, der vorurteilslos an die Sache rangeht, käme zu denselben Ergebnissen wie ich. Die Römer legten Jesus als typologische Prophezeiung aus, es handelt sich um ein literarisches Genre. Die Juden hatten sich geweigert, die Kaiser als Götter zu verehren. So haben die Flavier – quasi als Parodie – das Christentum erfunden. Sehen Sie sich die Katakomben an, die ersten archäologischen Hinweise auf das Christentum – die Symbole an der Wand, der Delfin, der Anker, der Olivenzweig. Und blicken Sie dann auf die Symbole auf den Münzen der Flavier: der Delfin, der Olivenzweig. Sie stellen fest, der Kult der Flavier wird von den gleichen Symbolen getragen.

FOCUS: Gibt es Leute, die Ihren Theorien folgen können?

Atwill: Aber sicher. Ich schreibe an einem weiteren Buch zum Thema und habe gerade die US-Rechte am „Messias-Rätsel“ zurückgekauft. Sie sehen ja, wie sehr das Buch im Internet diskutiert wird.

Focus

Man darf also gespannt sein, welche neuen Beweise Atwill am 19.10. präsentieren wird. Wir werden darüber berichten.

Tatsächlich sind die Belege für die Existenz Jesu äußerst dünn. Auch in Kirchenkreisen wird das Thema diskutiert, dringt aber nur selten an die Öffentlichkeit. ND berichtete in einem Artikel aus 2009 darüber:

»Ich glaube nicht, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist«, verkündete Burkhard Müller in einer Rundfunkandacht des WDR. Damit griff der ehemalige Bonner Superintendent immerhin den zentralen Punkt der christlichen Botschaft an. Der besagt nämlich, Jesus habe mit seinem Tod stellvertretend die Sünden der Welt auf sich genommen. Dass diese Lehre überhaupt nicht zur Verkündigung Jesu passe, meint indes auch Klaus-Peter Jörns. Denn, so der evangelische Theologieprofessor, die »Liebe Gottes« sei an keinerlei Vorleistung wie ein Opfer gebunden.

Ganz anders sieht das hingegen Hartmut Steeb. Für den Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz ist die Sündhaftigkeit des Menschen »so stark und so klar, dass wir den Opfertod von Jesus brauchen, um versöhnt zu sein mit Gott und den Menschen«.

ND

Man sieht, auch innerhalb der Kirche laufen die Interpretationen auseinander. Glaube ist sehr stark mit Emotionen verbunden. Dazu in einem weiteren Artikel mehr.

Update:

Atwill hat keine neuen Beweise am 19.10. präsentiert. Wir möchten auch darauf hinweisen, das unserer Meinung nach Atwills Buch in weiten Teilen ein Plagiat ist. Das Original haben wir in diesem Beitrag besprochen, „War Jesus Cäsar?„.

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6 Kommentare

  1. Ich habe dasBuch nicht gelesen und kann dazu nichts sagen. Aber zum zweiten Teil dieses Artikels kann ich mit Sicherheit darauf hinweisen, das Jesus nach den Evangelien sehr oft davon sprach, das er gekommen ist, um für die Sünden der Menschheit zu sterben. Tatsächlich ist die ganze Bibel durchzogen damit.
    Das es einzelne Theologen gibt, die das nicht (mehr) glauben liegt nicht daran, das sie nichts darüber in der Bibel finden können, sondern das sie nur das lesen, was ihnen schmeckt.
    Aber ich Frage mich, warum das eigentlich in dem Artikel hier angesprochen wird, wenn es weiter oben doch darum geht, das Jesus angeblich gar nicht existiert habe. Wenn das so war, lieber Aristo, wieso ist es ihnen dann noch noch zusätzlich ein Anliegen, den Sühnetod Jesu in Frage zu stellen?
    LG

  2. Leider ist es in Mode gekommen, die wahren Werte zu vernichten, und die falschen hochzuhalten.

    Ich empfehle eher dieses Buch zu lesen:
    „Tatort Jesus“ von Eva Maria Ammon

  3. „Tatsächlich sind die Belege für die Existenz Jesu äußerst dünn.“ Diese Aussage ist absolut FALSCH. Es gibt historische original Berichte von „unabhängigen“ Zeitzeugen. 14 Zeitzeugen berichten explicit über das Phänomen dieser Jüdischen Sekte und seinem Führer und davon waren 4(!) antike Historiker. Und diese berichteten nicht im Sinne Jesus, sondern ihre Aussagen sind von kritischer Natur. Erheblich wenn man bedenkt, dass dies vor 2000 Jahren passierte.
    Auch die Aussage „Die Juden“ ist irreführend, es gab nicht die Juden per se, die führende Gesellschaft der „jüdischen“ Bevölkerung waren die Pharisäer und diese haben gemeinsam mit der römischen Besatzung agiert. Ersichtlich daran, dass der Stadthalter Pontius Pilatus sich nicht in den Angelegenheiten der Bevölkerung, geführt von den Pharisäer hat eingemischt. Für Rom war einzig die Steuereinnahmen von belang. Und diese würden von den Pharisäer gewährleistet.

    Dazu der atheistische Historiker Michael Grant in seinem Buch „The Routledge Atlas of Classical History“:
    „To sum up, modern critical methods fail to support the Christ Myth theory. It has ‚again and again been answered and anihilated by first rank scholars‘. In recent years, ’no serious scholar has ventured to postulate the non historicity of Jesus‘ or at any rate very few, and they have not succeeded in disposing of the much stronger, indeed very abundant, evidence to the contrary.“
    Für Leser die sich nicht von einem „Snake Oil“ Verkäufer täuschen lassen möchten und sich frei von Ideologien Bilden möchten, empfehle ich einfach „Joseph Atwill Debunked“ zu googeln.
    Und sich nochmal mit der römischen Besatzungspolitik auseinanderzusetzen.
    Nebenbei als atheistische antiken Historikerin widern mich solche „selfemade“ ungebildeten Geschichtler an.

    • “Tatsächlich sind die Belege für die Existenz Jesu äußerst dünn.” Diese Aussage ist absolut FALSCH. Es gibt historische original Berichte von “unabhängigen” Zeitzeugen. 14 Zeitzeugen berichten explicit über das Phänomen dieser Jüdischen Sekte und seinem Führer und davon waren 4(!) antike Historiker.

      Ein paar Namen wären hilfreich.

    • „Tatsächlich sind die Belege für die Existenz Jesu äußerst dünn.“ Doch, das ist eine falsche Aussage. Tatsächlich müsste es heißen: „Es gibt keinen einzigen Beleg für die Existenz Jesu“. Die Apologeten klammern sich seit ca. 150 Jahren verzweifelt an vier winzige Textpassagen aus der Antike, und das obwohl diese angeblichen Belege seit mindestens 100 Jahren widerlegt sind. Es handelt sich um Tacitus (Erwähnung von Christus, Tiberius, Pilatus im Rahmen des Brands von Rom), Suetonius (ein jüdischer Rebell namens „Chrestus“ in Rom) und zwei Stellen bei Josephus (Jesus, genannt Christus, sowie das sog. Testimonium Flavianum).

      Vorweg: Selbst wenn die Herren Tacitus und Josephus tatsächlich selbst diese Passagen verfasst hätten, dann wären sie trotzdem nicht unabhängig vom Evangelium, denn woher sonst hätten die Herren die Information bekommen können? Tacitus hätte sicherlich bei seinem Kumpel Plinius nachgefragt, und der kannte die Christen nur ein bisschen, und wenn er das Evangelium kannte, dann auch nur vom Hörensagen. Weiterhin wissen wir z.B., dass die späteren Redakteure der Lukas-Texte (nach 100 n. Chr.) den Josephus gelesen haben (v.a. im Hinblick auf die Apostelgeschichte), aber umgekehrt gibt es kein einziges Indiz.

      (1) Tacitus ist seit langem als Interpolation entlarvt. Außerdem sagt der Text im Originalmanuskript nicht „Christiani“, sondern „chrestiani“, und das hat hier, wie man deutlich aus dem Kontext erkennen kann, mit Christen gar nichts zu tun, null. Allein aus diesem Grund gibt es für Tacitus keinen Grund, einen Einschub zu Christus zu fabrizieren. Das haben spätere christliche Kopisten gemacht. Die erste (frühere) Interpolation in dieser Passage war übrigens die Bemerkung zu den angeblichen Kreuzigungen.
      (2) Beim „Chrestus“ in Suetonius ist gar nicht klar, ob es sich überhaupt um eine Person handelte, denn es gibt diverse Möglichkeiten, die Stelle zu übersetzen bzw. zu interpretieren. Wenn es eine Person war, war es garantiert nicht „Jesus von Nazareth“, denn der kann nicht in Claudius‘ Regierungszeit in Rom gewesen sein. Längst tot, wenn er denn überhaupt existierte, was zu beinahe 100% unwahrscheinlich ist.
      (3) Josephus #1: Jesus, genannt der Christus… eine typische versehentliche Interpolation, wo eine Marginalie in den Text übernommen wurde, evtl. dittographisch.
      (4) Josephus #2: kein ernsthafter Wissenschaftler sagt, dass das Testimonium Flavianum keine Interpolation ist; kleiner Trick: lies den Text ohne die Interpolation, und plötzlich macht es Sinn. (Das gleiche gilt übrigens für Tacitus.) Niemand bestreitet, dass diese Interpolation sehr spät eingefügt wurde. (Ein später Kirchenvater, Origines glaube ich, kannte das Testimonium noch nicht, was sehr signifikant ist. Er kannte übrigens auch kein anti-christliches Testimonium, was einige ganz Verzweifelte an dieser Stelle als Original vermuten.)

      Das sind alles Sachen, die neutralen Forschern schon als Studenten im Grundstudium klar sind. Es gibt noch ein paar andere angebliche Quellen, z.B. diesen Brief von Mara bar Irgendwer, aber die haben nichts, aber auch gar nichts mit Christus oder gar dem „historischen Jesus“ zu tun. Einige Hardliner-Theologen bestehen noch darauf, dass alle diese Quellen Belege sind, aber das sind ganz klar die letzten verzweifelten Idioten. Die Argumente, die sie anbringen, warum diese Passagen Belege sein sollen, sind so haarsträubend, dass man sich ehrlich fragt, wie die ihren Doktortitel bekommen konnten.

      Ich lache die Leute nur noch aus, wenn sie mit Tacitus, Josephus & Co. angetanzt kommen. Blindfische.

  4. ist alles nicht nur copy/paste?
    Hatten irgend welche dort lebenden der Religion der Juden den Römern versucht das Sparen zu diktieren oder sanft einzutrichtern?
    ~ guter Polizist / böser Polizist-Zöllner

    Teile und Herrsche. Den Staatsobersten/Königen und ihrer Lobby – die Todsünde Gier –
    – und den neuen armen christlichen Schäfchen das Sparen, die ggf. in die Schlacht geführt wurden.
    – und den neuen armen Moslems (Islamisten) das Sparen, die ggf. in die Schlacht geführt wurden. u.a. durch Bin Laden u.s.w.!

    Der jüdische Glaube mag zwar älter sein, aber hat Gott nach seinem Ebendbild einige Menschen nicht perfekt geschaffen, das diese beschnitten werden müssen, und so unter Zwang erst zu dieser geteilten Gruppe der Menschheit dazu gehören zu dürfen?
    Das hat eher etwas mit hygiene gemein, besonders in den etwas wärmeren Ländern die auch von den Muslimen bewohnt werden.
    Wobei eine Burka und auch mänliche Schleiergewänder einen Sinn machen.

    Vieleicht hatten es die Juden, das Prinzip Teile und Herrsche von den Griechen oder eher den Ägyptern?

    Ich denke alle drei dieser Religionen und ggf. auch weitere haben nichts mit einem Gott oder einen Propheten gemein.

    Siehe heutige Sparpolitik,
    – in dem die Kirchen durch die Sparpolitik der christlichen CDU/CSU etc., Waffenverkäufer für Mörder, durch Lohndruck in die Knie gezwungen werden;
    – in dem Griechenland und andere ehemaligen Suveränen Staaten nun unter Zwangsverwaltung der EU – IWF – USA/Israel gestellt werden, nach dem die Griechen z.T. bestochen; denen teure christliche U-Bote etc. verkauft wurden und Goldman Sachs half die Staatsbilanzen zu schönen. Goldman Sachs die auch die Berater von der christlichen CDU / (Angela Merkel) beim Exportweltmeister sind/waren.
    Wissen oder Alternativlos?
    Das Sparen der Einen wärend die Anderen von – fetten Diäten –; Nebenjobs und Vorstandsbezügen; Schmiergeldaffähren etc. leben, und Richter für die politische Gier die Sparpolitik unter der Willkür zur Enteignung; Sklaverei – Zwangsarbeit; politisch Verfolgte unter Hartz IV etc. wie vor über 60 Jahren wieder als Recht manifestieren.

    Und die NSA lauscht bei A. Merkel & Co. ob die alles rchtig machen oder ob da noch ein Schnäppchen zu schlagen ist.
    Höchst wahrscheinlich gabs dafür ein leckerchen, wie von BMW und vielen anderen wenn das sich nicht sogar in Prozenten des Wahlergebnisses messen kann in dem dis Lobby über ihre zusammengestauchte und auf der Linie gebrachten Medien durch einseitige Berichterstattung.

    Die Unterstützerliste der US-Globalplayer neben hiesigen Gierigen für einen A. H. vor ca. 70 Jahren war doch sehr enorm.
    http://principiis-obsta.blogspot.se/2012/12/herbst-1941-pearl-harbor-und-die-kriege.html
    Dazu passt auch:
    – Wirtschaftskontrolle – http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Europapläne
    – Spardiktate – http://de.wikipedia.org/wiki/Hungerplan

    Abgesehen von willigen Staatsbediensteten und vor allem Soldaten die sich regelrecht und historisch immer wieder für die feige hinterlistige Gier der Lobby verheizen oder gegenseitig erschießen lassen. G131.

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