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Wie verhindert man die große Koalition?

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Der Wähler ist müde. Vor allem der Nichtwähler. Er ist gelähmt, der Nichtwähler. In der Einzelbetrachtung aus der Sicht des Nichtwählers ist das verständlich. Jedoch nicht in der Summe aller Wähler. Doch der Nichtwähler macht einen entscheidenden Fehler, er sieht nicht das Ganze. Doch diesen Fehler kann er ausbügeln.

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2013 kann man als historisch bedeutend bezeichnen. Die FDP ist raus, die CDU hat trotz Zuwachs verloren und braucht einen Partner. Ernsthaft im Gespräch für eine Koalition mit der Union ist nur noch die biegsame SPD.

Für die SPD winken Ministerposten, Dienstwagen und alle Annehmlichkeiten eines „leistungslosen“ Einkommens. Mit dem Argument, man wolle SPD-Inhalte durchsetzen, werden sich die Koalitionsverhandlungen ziehen wie Kaugummi. Man habe tapfer gekämpft, doch aus Staatsverantwortung war nicht mehr drin als Absichtserklärungen, wird es am Ende heißen.

Eine zweite Chance für den Wähler

Die SPD gibt sich taktisch klug. Will sie doch über das Ergebnis der Koalitionsverhandlung von ihren Mitgliedern abstimmen lassen. Die Mitglieder der SPD entscheiden also über eine große Koalition. Doch wie viele Menschen sind das, die über Wohl und Weh Deutschlands entscheiden?

Es sind 477.000. In 1990 hatte die SPD noch 943.000 Mitglieder. Den Mitgliederschwund hier in einer Grafik.

Mitgliederentwicklung der SPD bis 2012
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Und nun kommen die 11,2 Millionen Wähler ins Spiel, die bei der Bundestagswahl mit ihrer Zweitstimme SPD gewählt haben.

Mitgliederbefragung

Da die SPD eine Mitgliederbefragung durchführen wird, ob große Koalition Ja oder Nein, sollten sich alle SPD-Wähler ganz schnell als SPD-Mitglied eintragen lassen. Keine Angst, das ist kein Dauerabo, lässt sich ganz einfach kündigen.

Gleiches gilt für alle Wahlberechtigten, die eine große Koalition ablehnen, in die SPD eintreten und Mitbestimmen. Fügen wir doch ganz einfach den historischen Momenten dieser Bundestagswahl einen weiteren hinzu.

Bei einer Mehrheit für Nein müssten die Pappnasen der SPD in der ersten Reihe ihren Hut nehmen, und die Sozialdemokratie hätte eine Chance bekommen.

Mehr Demokratie ist im Moment nicht drin. Nutzen Sie diese Chance.

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4 Kommentare

  1. „Doch der Nichtwähler macht einen entscheidenden Fehler, er sieht nicht das Ganze. Doch diesen Fehler kann er ausbügeln.“
    Der Nichtwähler ist der einzige vernünftige und konsequente in diesen Zeiten. Er lehnt das System ab. Jetzt sagen wieder alle: „Aber dann kann er sich auch nicht beschweren und mitbestimmen was in der Politik geschieht.“
    Ich sehe das so. Politik ist die Vergewaltigung aller Individuen in einer Region. Sozusagen eine Massenvergewaltigung. Der Nichtwähler lehnt eine Beteiligung bei dieser Vergewaltigung ab. Nun kommt IHR und sagt mir, wenn ich nicht bei der Vergewaltigung mitmache, dass ich mich dann nicht über die Vergewaltigung beschweren darf, und dass ich nicht mitbestimmen wer, wann und wie vergewaltigt wird? Ich will aber bei keiner Vergewaltigung mitmachen. Da mache ich mich aus meiner Sicht mitschuldig.

  2. Klingt lustig, ist aber unrealistisch. Ich glaube nicht, dass sich der Seeheimerkreis an das Votum hält. Es könnte auch zu Wahlbetrug kommen. Wahrscheinlich gibt es aber einen Aufnahmestopp für neue Mitglieder bis zum Entscheid.
    Übrigens scheinen Nichtwähler an einer massiven Wahrnehmungsstörung zu leiden. Sie leben in einem Paralleluniversum und merken nicht dass sie es sind, die vergewaltigt werden.

  3. Wählen oder nicht das ist hier NICHT die Frage, denn ein weiser Mann sagte mal;
    Wenn Wahlen was bewirken würden wären sie längst abgeschafft!

    Daher was soll ich bitte wählen?
    Zwischen Erschiessen und Erhängen ?

    Es kommt wie es auch dem alten Rom erging irgenwann ist der Fall nicht mehr aufzuhalten -!

  4. Ich hab es gemacht aber Vorsicht: 4 Wochen, bis der Ortsverband über eine Aufnahme entschieden hat (zumindest hier). Wer zu spät dran ist, guckt womöglich in die Röhre.

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