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Jutta Ditfurth auf Abwegen Teil II – Aluhut für Ken Jebsen

| 11 Kommentare

Es ist erstaunlich. Da gibt es jetzt Menschen, die montags auf die Straße gehen. Sie demonstrieren nicht gegen Hartz-IV, sondern demonstrieren für Frieden und objektive Berichterstattung in den Medien.

Ein Kommentar

Die Bewegung fing ja auf Facebook an. Lars Mährholz hatte eine Idee. Demonstrieren für den Frieden in Berlin. Unterstützung bekam er von Ken Jebsen. Ich muss dazu sagen, ich kenne beide nicht persönlich. Ich weiß, was Ken Jebsen macht, lese sein Blog und sehe und höre regelmässig seine Beiträge auf seinem Youtube-Kanal.

Ich habe mich auch eingehend mit den Vorwürfen gegen Ken Jebsen bzgl. Antisemitismus beschäftigt. Tut man das, was Zeit kostet, stellt man fest, es ist an diesen Vorwürfen nichts dran, gar nichts.

Diese Vorwürfe sind Propaganda. Doch sie wird weiterhin verbreitet. Die Medien, oder besser gesagt Einzelne, die als Gesinnungsblockwart, ausgerüstet mit einem Nazi-Erkennungsradar, diesen Aufruf zur Demo „gescannt“ haben, schlugen Alarm.

Das Radar schlug heftig an. Höchste Alarmstufe! Das sind doch Rechte. Da muss man doch was tun, oder? Und sie taten was, die Medien. Sie bezeichneten den Initiator der Mahnwache für den Frieden in Berlin als Verschwörungsideologen, rechtsesoterischen Spinner, Gleiches wurde Ken Jebsen an die Brust getackert.

Bei dieser Medienhetze waren dabei, Die Zeit, taz, Tagesspiegel, Freitag, einige Radiosender und zahlreiche Blogs. Ich setze jetzt hier keine Links, google findet sie.

Diese Medien schreiben ja nicht. Dort schreiben ja Menschen für diese Medien. Und diese Autoren schreiben für diese Publikationen, was in das Image der Publikation passt. Man wird im Freitag niemals einen Artikel lesen, der pro Atomkraft ist. Man wird in Die Zeit niemals einen Artikel lesen, der pro Mindestlohn ist. Was ich damit sagen möchte, ist, das sich Gleiches zu Gleichem gesellt.

Als Erzkonservativer würde ich mich auch nie beim Freitag als Journalist bewerben, selbst wenn ich das täte, die würden mich nicht nehmen. Nur als Beispiel. Ich bin nicht erzkonservativ. Welche Zeitung lesen Sie und warum gerade die? Welche Zeitungen lesen Sie noch?

So gegensätzlich die Ausrichtung der genannten Medien ist, in einem sind sich alle einig. Ist auch nur ein Hauch einer Spur von Rechten Gedankengut wahrnehmbar, wird aus allen Rohren geschossen. Selbst, wenn sich dieser Hauch in den geistigen Blähungen der Autoren findet.

Doch keine der genannten Publikationen hat sich intensiv mit den Faschisten in Kiew und deren Unterstützung durch die USA und die EU beschäftigt. Warum nicht?

So, bin leider etwas vom Titelthema abgekommen, komme aber nun darauf zurück.

Ken Jebsen hatte Jutta Ditfurth um ein Interview gebeten. Jutta hatte zugesagt, doch wenige Tage vorher abgesagt. Begründung: Da Jebsen ja auch mit Elsässer spricht, nimmt sie ihre Zusage zurück.

Was hat das nun mit den Montagsdemos zu tun? Nun, das ist ganz einfach. Lieber will ich Krieg, als mir dir Rechten für Frieden zu sein.

Ist das nicht völlig Banane? Soll ich auf keine Demo gehen, die sich für Frieden einsetzt, nur weil möglicherweise ein Rechter neben mir steht? Soll ich morgen in kein Kino mehr gehen, nur weil möglicherweise ein Rechter neben mir sitzen könnte?

Kann ich und Du nicht selber beurteilen, wer was und wie als Redner auf einer Demo beabsichtigt? Brauche ich für diese Einschätzung die Schreiberlinge der Systempresse? Nein, brauche ich nicht.

Ich merke, ich bin schon wieder vom Titelthema abgewichen. Nun bleibe ich aber dabei, versprochen. Wer kennt Aluhütte? Wahrscheinlich die nur wenige. Jutta Ditfurth fordert einen Aluhut für Ken Jebsen.

Und das mit dem Aluhut geht so:

Ein Aluminiumhut, Aluhut oder Stanniolhütchen ist eine Kopfbedeckung, welche aus einer oder mehreren Lagen Aluminiumfolie oder vergleichbarem Material hergestellt wurde. Das Konzept wurde zuerst in der 1927 veröffentlichten Science-Fiction-Geschichte „The Tissue-Culture King“ von Julian Huxley erwähnt, in welcher der Protagonist entdeckt, dass „Kappen aus Metallfolie“ benutzt werden können, um die Effekte von Telepathie zu blockieren. Obwohl es einzelne Sichtungen gibt, wird der Begriff Aluhut oder Aluminiumhutträger vor allem im englischen Sprachraum (tinfoil hat) metaphorisch verwendet, um Anhänger von Verschwörungstheorien, generell paranoide oder auch einfach nur sehr anstrengende Menschen zu kennzeichnen.

Weitere Erklärung auf wiki.

Jutta hat auf ihrer Facebookseite den Aluhut für Ken Jebsen gefordert:

aluhut

Liebe Freunde der Nacht, das ist Kindergarten. Wie geschrieben, ich kenne Ken Jebsen nicht persönlich, ich kenne nur das was er tut. Und das was er tut, finde ich gut. Ich bin nicht immer und in allen Punkten seiner Meinung, aber einen Aluhut braucht er nicht.

Er betreibt einen ehrlichen, objektiven und engagierten Journalismus. Zu dieser Einschätzung kommt man aber nur, wenn man sich mit seiner Arbeit beschäftigt.

Ich habe alle Bücher von Jutta gelesen, und bat sie um Interview zu ihrem letzten Buch. Absage.

Sie hat einen scharfen Verstand und kann analysieren, wie sie hier gezeigt hat:

Zahltag, Junker Joschka!

Zum Abschluß eine persönliche Anmerkung. Mir persönlich ist völlig egal wer zur Montagsdemo kommt. Dort treffen sich zuallererst Menschen, die für den Frieden sind. Und was ist verkehrt daran, einen vermeintlichen Rechten in einer Diskussion und mit Überzeugungsarbeit zu einem Linken zu machen?

Wir müssen miteinander Reden! Wenn Jutta nicht mit Ken reden will, weil Ken mit Elsässer redet und in der Folge mit Jutta keiner reden will, weil sie eben nicht mit Ken redet, wo kommen wir denn dann hin? Wer hat dann davon profitiert, oder wird davon profitieren?

Und wer glaubt, das diese Montagsdemos von rechts unterwandert werden, der muss hin gehen! Je mehr umso besser, bis Rechts bei diesen Demos nicht mal mehr in homöopathischer Form nachweisbar ist.

Du entscheidest, nicht die Medien. Geh hin, schau Dir das an, diskutiere mit Menschen. Schalt Dein Smartphone aus, bewege Dich in der Realität. Meine Großeltern hatten keine Chance den ersten Weltkrieg zu verhindern, meine Eltern hatten keine Chance den zweiten Weltkrieg zu verhindern.

Aber WIR haben eine Chance, dank Kommunikationsmöglichkeiten, wie Internet, den dritten Weltkrieg zu verhindern.

Tu was! So, bin auch auch schon fertig. Einen Appell an Euch habe ich noch. Glaubt nicht, sucht nach Wissen.

Besten Gruß

aristo

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11 Kommentare

  1. Jutta Dittfurth wurde von der Systempresse okkupiert? Das nenne ich mal wirklich ´ne Verschwörungstheorie.

    „Soll ich auf keine Demo gehen, die sich für Frieden einsetzt, nur weil möglicherweise ein Rechter neben mir steht?“ Es geht auch nicht darum, wer neben Dir steht. Es geht vielmehr darum, wer da vorne redet und agitiert und damit diese Demo für sich vereinnahmt. Warum sollte ich als Linker auf ´ne Demo gehen, auf welchen Parolen wie „Deutschland erwache“ wieder usus werden. Sind deutsche Unternehmen keine Kriegstreiber? Verdienen etwa keine deutschen Unternehmerfamilien an Konflikten und Kriegen? Ist DE etwa nicht der drittgrößte Waffenexporteur? Wir müssen nicht mit dem Finger auf Brüssel, Washington, Langley oder gar Tel Aviv zeigen.
    Und ja, ich kenne Jebsen auch nur aus seinen Artikel und Moderationen. Wenn aber jemand keine Thema anschneiden kann ohne das nicht mindestens einmal das Schlagwort Zionismus erwähnt werden muss, dann kann ich nur sagen: BINGO!

    • Dann komme und sage, Was Du zu sagen hast. Es sind sehr gute Argumente, die Du bringst. Jeder kann dort Beitraege bringen. Mir ist auf einer Montagsdemo klargeworden, das ich etwas Tun werde fuer Afghanistanische Kranke. İch weiss, dass ich damit nicht das System aendere, aber selbst aktiv werde. Juergen Todenhoefer lebt es vor.

  2. auch ich finde, daß diese angeblich „rechte unterwanderung“ oder gar „ausrichtung“ dieser montagsdemos sehr an die kritik der sog. antideutschen an allem israelkritischen erinnert, so berechtigt sie auch desöfteren ist. und auf diesen demos sollen ja auch banken und wall street erwähnt worden sein; jüdische banker meines wissens nach allerdings nicht – die haben findiger kritiker ausfindig gemacht.
    und was mich doch sehr wundert ist, daß all jene aufrechten linken, die da jetzt rechtes gedankengut bei den montagsdemos wittern, keinerlei skrupel haben, wenn es darum geht mit den neofaschisten von rosa-oliv gegen die nazis vom verfassungsschutz zu demonstrieren. da käme ich mir wirklich blöde vor.

  3. ist antisemitismus – die neu fassung der inqisiton

  4. Danke, danke, danke, danke….

    sehr gut geschrieben der Artikel, Er spricht mir direkt aus der Seele.

    Herzliche Grüße, Gaby

  5. Hallo Aristo,

    ich sehe es genauso. Habe dieser Tage durch das Thema im Spiegelfechter überhaupt erst von dem Demos erfahren. Nun hat mich dieses wirre hin & her der intelektuellen Elite derart neugierig gemacht, dass ich die letzten beiden Tage ausschließlich Videos und Beiträge von Jebsen, Elsässer und Co gesichtet habe.

    ich komme zu dem Ergebnis das Jebsen kein Nazi sein kann, und Elsässer auch nicht. Jedenfalls nicht so, wie ich mir Nazis vorstelle. Bei beiden kann man aber vermuten, dass Sie sich in einem Informationsspektrum, auch mit finanziellen Interessen betätigen, dass sich von der herkömmlichen Medienlandschaft arg unterscheidet. ich will damit sagen, dass Jebsen und vielleicht ein bisschen mehr auch Elsässer von dem Bereich „VT“ einen gewissen Nutzen haben. Und ich glaube, genau das ist es, was den etablierten Linken a la Ditfurth und die Mainstreammedien gegen den Strich geht. Da baut sich gewissermaßen eine informelle Konkurrenz auf. Aber, what the f**ck?! Mir ist inzwischen lieber, dass einer sein Geld damit verdient immer wieder die Fragen zu stellen, die sonst unbeantwortet bleiben, als einer der sein Geld damit verdient, die Deutungshoheit für alles und jedes in Anspruch zu nehmen.

    Lustig, eben rief mich ein Bekannter an und erzählte er hätte heute im Raum Aachen EU-Wahlplakate gesehen, die mit „KenFM“ übersprüht worden seien. So kann die Debatte für mich gerne weitergehen!

    In diesem Sinne, danke für den Kommentar.

  6. Frau Ditfurth sammelt Rassisten und Faschisten wie andere Briefmarken oder Bierdeckel. Im 5. Kapital ihres genialen Werkes führt Sauberfrau eine kleine Auswahl dieser und ähnlich ruchloser Kreaturen vor: „Ob Franz Alt, Günter Bartsch, Max Otto Bruker, Peter Caddy, Fritjof Capra, Bill Davall, Dave Foreman, Margrit Kennedey [Geld ohne Zinsen und Inflation], Gottfried Müller, Silvio Gesell, Jan Ringenwald, Barbara Rütting, Peter Singer, Klaus Schmitt [ich fühle mich geschmeichelt!], David Spanger, George Sessions, George Trevelyan oder der Dalai Lama [Mann! zu diesem illustren Kreis gehöre ich?]: darin sind sie sich alle einig, in der einen oder anderen Form sind Menschen oder ein Teil von ihnen) das Krebsgeschwür der lebendigen ´Gaia´“ (S. 123). (Etwa nicht die grössten Kahlfresser auf diesem kleinen Planeten?)

    http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/schmitt/entditfurth/

    Und hier etwas zum Nachdenken über die FED
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/04/21/friedenskundgebungen-und-kriegstreiber-rechts-und-links/

  7. Hallo Aristo,

    erstmal ein dickes DANKE an DICH!!! Habe das mit Ditfurth sehr gern verlinkt 🙂

    Was hier läuft, ist echt übel. Es ist, wie ich glaube, aber nur eine sehr kleine Gruppe, die zur Zeit aus allen Rohren hetzt und aus (scheinbar) linken Ecken kommt. Insbesondere beim Freitag geht’s tüchtig ab, und das unter aller Sau!

    Wie Du sehr richtig schreibst, arbeiten dort aber nicht Redakteure, sondern jeder kann sich zwecks Kommentierung registrieren und erhält dann auch einen Blog. Diverse Artikel zu den Montagsdemos einschließlich etlicher Leserkommentare, die ins gleiche Horn wie der Schreiber blasen, stammen immer und immer wieder von den gleichen Leutchen. Besonders auffällig war Hallaschkas Artikel, der inzwischen wieder verschwunden ist, weil er als Systemling enttarnt worden war und sich kurz darauf bei YouTube wiederfand.

    Es stellt sich daher die berechtigte Frage, ob dort in Sachen Montagsdemos noch mehr bezahlte Tastaturkrieger unterwegs sind, die nur allzu gern auf die Ditfurthsche Paranoia aufgesprungen sind. Und/oder vice versa. Im nachhinein gesehen ist eigentlich klar, dass Difurth ein doppeltes Spiel treibt. Für ihre Fernsehauftritte, die sie sichtlich geniesst, und zur besseren Vermarktung ihrer Bücher braucht sie die Mainstream-Presse und will es sich mit denen sicherlich nicht verderben. Schon okay, wenn dem so ist, doch sollte man dann auch dazu stehen und bei anderen nicht den Moralapostel raushängen lassen.

    Ebenso wie Du, bin auch ich nicht mit ALLEM einverstanden, was von Ken und anderen kommt, doch mit was geht man schon vollends d’accord? Zumindest gestehen die alternativen „Verschwörungsideologen“ jedermann zu einen eigenen Kopf zu haben und begrüßen dies sogar – im Gegensatz zu Ditfurth & Co., die IHRE Wahrheit am liebsten in jedermann einprügeln würden. Derart auf einzelne Personen einzudreschen, wie es zur Zeit mit Ken, Lars, Elsässer u.a. geschieht, ist allemal WIDERLICH und zeigt deutlich, welch Geistes Kind so mancher ist.

    Zeigen wird es wohl noch mehr die Zeit. Heute könnt‘ ich mich schütteln, wenn ich dran denke, wie naiv ich mal in etlichen Dingen war – auch und besondern in Sachen Ditfurth. Auf neue ent-täuschende Enthüllungen im wahrsten Sinne des Wortes kann man sich daher fast freuen.

  8. Wie man sieht, helfen Alu-Hüte nix – aber auch gar nix – gegen böse Strahlen *g*

    http://www.oesterreich1.com/pic/Hexenduo-klein.jpg

  9. Also, ich finde ja die gute Absicht nicht schlecht, aber …

    … wie hier ein angesehener Anti-Rassist wie Ken Jebsen in die Nähe einer wohl zumindest sekundär zionistischen Medienh… wie Jutta Ditfurth gerückt wird, das stößt mir schon übel auf.

    PS: Wer immer noch nicht weiß, was sekundärer Zionismus ist, dem sei der FED-Test des Parteibuchs empfohlen:

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/04/27/fed-test-zum-aufspuren-von-sekundarem-zionismus/

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