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Hasskommentare? Ciao Meinungsfreiheit

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Dieses lächerliche Gefasel von und über Hasskommentaren geht mir tierisch auf den Senkel. Was soll das sein, ein Hasskommentar? Abgesehen davon, dass man mal wieder die schöne deutsche Sprache um einen sinnlosen Begriff bereichert hat.

Sprache und Denken hängen unmittelbar zusammen. Das gilt auch für die Schriftsprache. Was ist ein Frauenmörder? Nun, der Begriff ist wohl eindeutig interpretierbar. Damit wird eine männliche Person bezeichnet, die Frauen tötet.

Was ist ein Drohnenmörder? Oder was sind Dönermorde? Schon klar, oder? Der eine bringt Drohnen um und der andere bringt Döner zu Tode. Nein? Ja, jeder weiß doch, was mit diesen Begriffen gemeint ist. Stimmt. Man weiß das und doch ist es falsch!

Obama als Drohnenmörder zu bezeichnen ist falsch! Er bringt keine Drohnen um, er lässt durch Drohnen Menschen töten! Er ist ein Mörder. Das ist für unseren Denkapparat eine völlig andere Aussage, als der Begriff Drohnenmörder. Gleiches gilt für den Begriff Dönermorde. Es sind Morde. Punkt.

Mit diesen falschen Begriffen wird ein ganz simpler Trick der Manipulation deutlich. Verschleiern. Gleiches gilt für den Begriff Hasskommentar. Nur umgekehrt. Warum umgekehrt? Nun, während man mit dem Begriff Drohnenmörder den barbarischen Akt des Tötens, auch von Unschuldigen, verschleiern will, will man mit dem Begriff Hasskommentare unliebsame Meinungen als Hass etikettieren.

Wie funktioniert das? Das liegt in der Art wie unser Hirn funktioniert begründet. Bei dem Begriff Drohnenmörder registriert ihr Gehirn zuerst den Begriff Drohnen. Sie mögen dabei an Insekten denken, oder wirklich an Tötungsmaschinen, dass bewirkt, dass der Begriff Mörder, der ermordete Menschen meint, nicht in ihrem Denken in der erforderlichen Tiefe auftaucht.

Probieren sie es aus. Nehmen wir die Begriffe Erdbeerkuchen, Erdbeereis, Erdbeermilch.

Nach diesem Schema funktioniert der Begriff Hasskommentar. Was in ihrem Hirn überpräsent ist, ist der Begriff Hass.

Der Weg zu Hassbüchern, die verbrannt gehören, ist kurz.

Das bisher Geschriebene war nur eine Einleitung. Vor einigen Tagen habe ich in einem Forum Obama als Alibischwarzen bezeichnet. Der Beitrag wurde mit der Begründung gesperrt, es handle sich bei meinem Posting um einen Hasskommentar.

Bis dahin war mir dieser Begriff nicht so geläufig. Also frage ich erstmal Wiki. Und was schreibt Wiki?

Ein Hasskommentar, auch Hass-Posting genannt, ist eine menschenverachtende Aussage, die meist in einem sozialen Netzwerk getätigt wird. Ein Hasskommentar kann sich aber auch gegen allgemein anerkannte abstrakte gesellschaftliche Werte richten oder bestimmte Weltanschauungen diffamieren.

Der zweite Satz in diesem Zitat ist harter Tobak. Allgemein anerkannte abstrakte gesellschaftliche Werte? Wer legt die fest? Wo kann ich die nachlesen, damit ich mich daran halten kann und nicht straffällig werde?

Hasskommentare sind strafbar.

Ein Hasskommentar ist in Deutschland ein Tatbestand des Strafrechts. Wird ein solcher angezeigt, handelt es sich meist um die Tatbestände der Volksverhetzung oder Verleumdung oder der Beleidigung. Viele Bundesländer haben eineInternetwache oder Onlinewache eingerichtet; es ist möglich die Anzeige online zu erstatten.

So, eine Internetwache haben wir auch schon. Davon hat die STASI immer geträumt. Jeder kann nun Blo(g)ckwart werden. Was kostet es denn Altkanzler Schröder, den anerkannten Wert des Völkerrechts gebrochen zu haben? Nichts. Aber wenn ich als Blogger die Politik von Merkel faktenreich kritisiere, dann richtet sich diese Kritik möglicherweise gegen allgemein anerkannte abstrakte gesellschaftliche Werte?

Interessant ist auch das Datum der Erstveröffentlichung des Beitrags auf Wiki über Hasskommentare. Es ist der 13. Julie 2016.

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hasskommentar&action=history

Verehrter Leser, wir befinden uns in einem gefährlichen Fahrwasser. Aber zurück zum Alibischwarzen. Den Begriff Alibischwarzer gibt es im Duden nicht. Aber es gibt dort den Begriff Alibifrau. Duden schreibt:

Frau, der unterstellt wird, sie habe ihre berufliche Position nur erhalten, um damit die Verwirklichung der Chancengleichheit zu dokumentieren

Diese Definition ist etwas unzureichend. Wer will mit einer (Alibi)Frau die Verwirklichung der Chancengleichheit dokumentieren? Wer? Die Alibifrau soll als Beweis herhalten, dass es auch Frauen zu etwas bringen können, weil die Gesellschaft eben für alle nach oben durchlässig ist.

Aber wer bestimmt wer nach oben kommt? Die Gesellschaft wohl nicht. Das kommt in dem Begriff Quotenfrau zum Ausdruck. Ich hätte Obama auch als Quotenschwarzen bezeichnen können. Falsch wäre das nicht, denn genau darum geht es.

Die Weltmacht USA hat einen schwarzen Präsidenten. Seht her, bei uns kann es jeder schaffen, sogar ein Schwarzer. Yes, we can! Obama bekam sogar den Friedensnobelpreis, weil die ganze Welt ob der Tatsache, dass ein US-Präsident auch ein Schwarzer sein kann, völlig aus dem Häuschen war und doch nur, wie wir heute wissen, sich als Mogelpackung entpuppte.

Die gleichen Kräfte die Obama ins Amt gebracht haben, wollten nun erstmals eine Frau ins Amt hieven. Ging aber schief. Zum Glück.

Sicherlich gibt es hasserfüllte Kommentare. Aber wer mag diese Bewertung vornehmen? Könnte es doch sein, dass es sich nur um wütende Kommentare handelt?

Hass entsteht, wenn tiefe und lang andauernde Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können. Hass ist somit eine Kombination aus Vernunft und Gefühl. Die Vernunft ruft nach dem Ende der Verletzung und nach einer Bestrafung des Quälenden. Laut Meyers Kleines Lexikon Psychologie ist das Gefühl des Hasses oft mit dem Wunsch verbunden, den Gehassten zu vernichten. Das Gefühl des Hassenden ist das des Ausgeliefertseins, der Gefangenschaft, der Wehrlosigkeit.

Ich hasse Obama nicht. Hass setzt eine tiefe emotionale Bindung voraus. Auf Obama bin ich nur wütend. Viel wütender bin ich auf das „System“, welches uns Obama als Heilsbringer verkauft hat. Und ja, er ist deswegen ein Alibischwarzer.

Die Meinungsfreiheit ist in Gefahr. Was meinen Sie, lieber Leser?

 

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